Führung braucht Ethik

Führungskompetenz ist weit mehr als eine Technik. Führungskompetenz erwächst aus der Integration von spezifischen Fähigkeiten, Eigenschaften der Persönlichkeit und gelebten Grundhaltungen. Eine nicht zu unterschätzende Dimension dabei: die Ethik. Denn ob Sie auf die Skandale schauen, die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft regelmäßig erschüttern, oder auf die Probleme in Ihrem eigenen beruflichen Alltag, die Zeit und Nerven kosten: die tieferen Wurzeln liegen nicht selten in einem Mangel an ethischer Orientierung bzw. einem daraus resultierenden Verhalten.
Was kann man tun? Ein wichtiger Schlüssel zur Veränderung liegt bei den Führungskräften. Zu führen bedeutet ja u.a. auch Orientierung zu geben. Dazu muss die Führungskraft zunächst selbst Orientierung haben, muss sich dieser bewusst sein und – vielleicht das Schwierigste – die eigene Orientierung für das konkrete Führungshandeln nutzen können. Allerdings: Führungskräfte sind in aller Regel im Umgang mit eigenen und fremden moralischen Ansprüchen in all ihrer Komplexität und Widersprüchlichkeit nicht geschult.
Alle Erfahrung über die Generationen hinweg aber zeigt: Orientierung an ethischen Werten ist eine elementare Basis für innere Balance, für sozialen Frieden und für langfristigen Erfolg. Dennoch schieben sich immer wieder andere Motive wie kurzfristiges Profitinteresse, Expansionsstreben, persönlicher Ehrgeiz, Gruppendruck und anderes mehr dazwischen. Die ethischen Werte geraten fast unmerklich aus dem Blick und ihre handlungsleitende Kraft kommt nicht mehr zum Zug.
Aber soweit muss es ja nicht kommen, wenn der ethischen Dimension von Führung immer wieder die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wird, wenn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Zeit und Raum haben, ihre ethischen Konflikte zu thematisieren und zu reflektieren. Und das nicht nur auf der individuellen Ebene, sondern genauso auf der organisationalen.

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